Von KI-Potenzialen zu wirtschaftlich tragfähigen Anwendungen
Dr. Florian Härer bringt beim Management-Circle-Intensivseminar „KI-Kosten kennen, messen, senken“ einen Praxisimpuls (Von KI-Potenzialen zu wirtschaftlich tragfähigen Anwendungen) zur systematischen Bewertung und Umsetzung betrieblicher KI-Anwendungsfälle ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Organisationen aus zahlreichen technologischen Möglichkeiten diejenigen KI-Vorhaben auswählen, die strategisch relevant, organisatorisch umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig sind.

Mit dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz steigen nicht nur die technologischen Möglichkeiten, sondern auch die damit verbundenen Kosten. Lizenzen, APIs, Tokens und Infrastruktur bilden dabei nur einen Teil der tatsächlichen Aufwände ab. Hinzu kommen Kosten für Datenaufbereitung, Systemintegration, Prozessanpassung, Governance, Kompetenzaufbau und die dauerhafte Verankerung einer Lösung im Unternehmen.
Eine wirtschaftliche Steuerung von KI beginnt deshalb nicht erst bei der Optimierung bereits eingesetzter Modelle. Sie beginnt mit der Frage, welche KI-Anwendungsfälle ein Unternehmen überhaupt verfolgen sollte.
Genau an dieser Stelle setzt der Praxisimpuls von Dr. Florian Härer, Direktor von FITLO | Institute for AI Transfer, im Rahmen des Management-Circle-Intensivseminars „KI-Kosten kennen, messen, senken“ an.
KI-Anwendungen systematisch bewerten und umsetzen
Der Praxisimpuls trägt den Titel:
Von KI-Potenzialen zu wirksamen Anwendungen: KI systematisch bewerten und umsetzen
Im Mittelpunkt steht ein Vorgehen, mit dem Unternehmen mögliche KI-Anwendungen nicht allein nach technologischer Attraktivität auswählen, sondern aus mehreren unternehmerisch relevanten Perspektiven beurteilen können.
Der Beitrag behandelt insbesondere folgende Fragen:
Wie lässt sich KI als strategische Führungsaufgabe einordnen?
Wie können KI-Potenziale systematisch identifiziert und in konkrete Anwendungsfälle überführt werden?
Welche Kriterien eignen sich, um Nutzen, Machbarkeit, Datenlage, Risiken und strategische Passung zu bewerten?
Wie lassen sich geeignete Anwendungsfälle nachvollziehbar priorisieren?
Wie wird aus einem identifizierten Potenzial ein klar abgegrenztes Pilotprojekt?
Welche Rollen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen werden für eine wirksame und nachhaltige Umsetzung benötigt?
Damit ergänzt FITLO die Kostenperspektive des Seminars um eine vorgelagerte Managementfrage: Investiert das Unternehmen in die richtigen KI-Anwendungen und sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung tatsächlich vorhanden?
Wirtschaftlichkeit beginnt vor der Implementierung
Nicht jeder technisch mögliche KI-Anwendungsfall erzeugt einen ausreichenden betrieblichen Nutzen. Gleichzeitig können vielversprechende Vorhaben scheitern, wenn die erforderlichen Daten fehlen, Prozesse nicht vorbereitet sind oder Verantwortlichkeiten ungeklärt bleiben.
Eine belastbare Bewertung sollte deshalb mehrere Dimensionen miteinander verbinden:
den erwarteten betrieblichen und strategischen Nutzen
die technische Realisierbarkeit
die Verfügbarkeit und Qualität der benötigten Daten
den Integrationsaufwand in bestehende Prozesse und Systeme
regulatorische, ethische und organisationale Risiken
die entstehenden Entwicklungs- und Betriebskosten
die erforderlichen Rollen und Kompetenzen
die Voraussetzungen für Skalierung und dauerhaften Betrieb
Erst aus dieser Gesamtbetrachtung lässt sich eine begründete Entscheidung darüber ableiten, ob ein KI-Vorhaben umgesetzt, angepasst, zurückgestellt oder beendet werden sollte.
Die Rolle von FITLO im Seminar
Dr. Florian Härer bringt in das Seminar die Verbindung aus angewandter Forschung, Hochschullehre und industrieller Umsetzungserfahrung ein. Neben seiner Tätigkeit als Direktor von FITLO leitet er ein Forschungs- und Innovationszentrum für Künstliche Intelligenz in der Industrie und beschäftigt sich wissenschaftlich mit organisationaler KI-Transformation, Rollenmodellen und den Kompetenzanforderungen einer wirksamen KI-Einführung.
Der Praxisimpuls überträgt diese Perspektive auf die Auswahl und Entwicklung konkreter KI-Anwendungsfälle. Im Vordergrund steht kein abstraktes Strategiemodell, sondern ein nachvollziehbarer Weg von der ersten Potenzialerkennung über die Bewertung und Priorisierung bis zum Pilotprojekt und zur organisationalen Verankerung.
Damit wird zugleich der Transferansatz von FITLO sichtbar: Wissenschaftliche Erkenntnisse und betriebliche Erfahrungen werden miteinander verbunden, um konkrete Entscheidungen und nächste Umsetzungsschritte zu ermöglichen.
Vom Kostenverständnis zum konkreten Maßnahmenplan
Das zweitägige Intensivseminar von Management Circle betrachtet KI-Kosten ganzheitlich. Zu den behandelten Themen gehören unter anderem:
Kosten für Lizenzen, APIs, Tokens und Infrastruktur
versteckte Aufwände für Integration, Datenaufbereitung und Support
Total Cost of Ownership, Return on Investment und Kosten je gelöster Aufgabe
Budgetierung, Forecasting und laufende Kostenkontrolle
Verantwortlichkeiten, Freigabeprozesse und Governance
wirtschaftliche Bewertung und Priorisierung von KI-Anwendungen
praktische Bearbeitung eigener KI-Kostenfälle
Neben dem Beitrag von FITLO umfasst das Programm weitere Praxisberichte sowie ein Praxislabor. Die Teilnehmenden übertragen die Inhalte auf einen eigenen KI-Kostenfall und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen für Budgetierung, Governance und Umsetzung.
Termine und Zielgruppe
Das Intensivseminar wird zu folgenden Terminen angeboten:
7/8. Dezember 2026 als Online-Seminar
28/29. Januar 2027 in München
2/3. März 2027 als Online-Seminar
Es richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte, die KI-Initiativen wirtschaftlich bewerten, budgetieren und steuern. Dazu zählen Verantwortliche aus KI- und Digitalisierungsprojekten, Controlling, Finance, FinOps, Einkauf, IT, Governance, Compliance, Innovationsmanagement, Transformation und Prozessmanagement.
Weitere Informationen, das vollständige Programm und die Anmeldung finden Sie bei Management Circle.


